Auf Augenhöhe von Herz zu Herz

Gedichte sentimental

Ab und an ticke ich auch schon mal sentimental.



Die folgenden Gedichte stelle ich zumindest auf dieser Seite alle noch ohne Titel vor.


Ein Wort, im einst´gen Hier und Heut geboren,
Gezeugt aus tiefster Schöpfers Freude Lust.
Von Kreativem Geistesblitz erkoren,
Jedem kosmisch` Augenblick bewusst.

Geschickt ins Morgen einst es wurde,
Und heute: gestern morgen war.
Und morgen: gestern heute ist,
Durch alle Zeit als Licht erstrahlt.

Das Wort, für den, der´s findend fühlt.
Weil zu erfassen, er´s begehrt.
Das Wort auch dem, der fliehen will,
Weil jenes Wort für ihn zu schwer.

Das Wort, das wie ein scharfes Schwert
Ohne zu verletzen schneidet:
Zwischen wahr und Irrtum unbeirrt
Und blätternd stets zur nächsten Seite.

Im Fluss der Zeit gewährend Jedem
Zu sehen, was er sehen will.
Nur zärtlich klopfend und nicht wertend
Weist es den Weg zum großen Ziel.

Welches scheint wie Supernovae,
Mit Namen Kosmos-Weisheit-Liebe.
Dorthin strebe alles, vorwärts,
Was Herz-bewegt sich fühlt getrieben. 


Nicht wirklich trau ich es zu sagen,
was ich in Erwägung zieh.
Zwar schon seit frühen Kindheitstagen,
doch Ernst zu nehmen, wagt ich´s nie.

Sobald ich von ihr seh und hör,
wird mein Herz wie wach und hell.
Doch sofort mich selber stört:
Jeder glaubt, was ihm gefällt.

So auch ich selbst, ... nicht ausgenommen,
könnt mich selber täuschen pur,
und ich zwinge mich, verschwommen
jeweils in Vernunft-Struktur.

Als ich Rudolfs Foto sah,
stürzten Tränen aus der Zeit,
Trauer spürend wie am Grab,
heulend in die Ewigkeit.

Oh, wie seine treuen Augen
tiefst berühren und noch mehr:
greifen suchend, zweifelnd, glaubend,
tröstend: Vorwurf wiegt nicht mehr.

Ließ ich ihn vielleicht im Stich?
Halt ich mir das vor?
Nicht nur Jahre, sondern zig
trug mich Schwarz, bis ich´s verlor.

Und mich selbst für fast zu lange,
denn erkennen ist nicht leicht,
doch mit Brücke oder Faden
mich ´s mit Glück vielleicht erreicht.

Jetzt erst war ´s die Ähnlichkeit
meines jetztgen Ehemanns;
vor Wochen war es erst so weit:
hab ich sie erst erkannt.

Laut, fast fordernd schrie´s in mir,
Ernst zu nehmen, was ich fühl,
endlich wagen, was ich spür,
die eigne Seele sei das Ziel.

Was ich jetzt fand im weiten Netz,
beschämt hat es mich fast:
Zum ersten-mal erkannt ich jetzt:
das aller aller meiste passt.

Verleugnet habe ich vielleicht,
falls ich ihre Seele trage,
sie in mir, nahm viel zu Ernst,
bis jetzt die Scheu davor, zu wagen.

Mut, auch zu mir selbst zu stehen,
wo nehm ich ihn her?
Geübt war ich, mich nicht zu sehn,
wie es die Welt beschert(e).

Behaupten möcht ich nichts,
kann nur vermuten oder ahnen.
Daher: Vielleicht ja irr ich mich
und lass mich gern von Euch ermahnen.


So vieler Menschen, ´s gab und gibt!
Die Jetzigen und die gewes´nen,

grad so wie Sonnen: nicht mehr glüh`nd,
doch leuchtend noch! Durch uns gesehen!

Wie DNS - Licht,
(D)as (N)och (S)trahlt,
hindurch der Zeiten Linie,
angekommen jeweils Jetzt!
Verantwortend und neu gebierend:

ergebnisreich, klug addierend,
und mit der Wahl stets ausgestattet,
entweder weit zu sehen oder blindelnd,
unauffällig in den Schatten

oder bewusst sehr stur, besonders blind
oder laut zum Läuten wie ein Kind.

Erkenntnismeere subtrahierend
um Irrtum im Kulturenschwall,
Erkenntniswolken dividierend
zum Regnen über Jung im Alt.

Gar vieler Regen braucht es wohl
zu blicken ihre Kraft,
bis sie durch Vieler Hände
Feldern deren Segen schafft.

So scheint der Regen beinah ähnlich
fast so wie unsre Sonne:
scheinbar AUCH hervorzubringen
sein Hauff an Lebenswonne.

Und irgendwie gewissermaßen:
im Grunde, AUCH: WIE SIE ZU STRAHLEN,
bis nasstief in das BodenReich,
weil dort weilt nie der Sonne Streich´ln

...Und was, wenn biochemisch
in Dimension des WeltenAlls
die Wasser gleich sind gar den Feuern,
der Regen gleich dem Sonnenstrahl?

Wenn sie, was wir verschieden wähnen,
desselben Korpi Causae sind?
Wie wenn der Schreiner hobelt Späne,
die später leuchten im Kamin?

Erst neulich hörte ich, wie Wasser
aus meinem Hahn vergessen schoss.
Mir war, so hörte ich erschrocken:
des Feuers heimlich` Knisterton.

Wenn Wasser rast, klingts nicht wie Knistern?
So kam ich drauf: Vielleicht
heißt das Geheimnis von den Wassern:
Sie sind dem Feuer beinah gleich!

Vielleicht lach ich mal selbst darüber,
nachdem die Tage gehn ins Land,
und wenn sie wiederkommend grüßen,
lehrn sie mich dann aus erster Hand?

Entweder Irrtum einzusehn
oder auch ...dazu... zu stehn?

Lach dann ich selbst wegen der Zeilen,
dass Feuer gleich den Wassern sei?
Und denk: Wie konnt ich so was schreiben,
Dass Wasser gleich dem Feuer sei?

Erspiel ich demnach schreibend -
höchstwahrscheinlich lachend weinend -
jeweils wieder Weitres neu,
gleich dem, dass Wasser Feuer sei?

Was jedenfalls gemeinsam wiegt:
Wie wertvoll, ES sie beide gibt!


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