Auf Augenhöhe von Herz zu Herz

Determinismus und Indeterminismus

LLLLLLLLLLLLLLL
Hier erklärt Wikipedia die Begriffe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Indeterminismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus

Innerhalb der Quantenmechanik (Physik) erlaubt der Indeterminismus das Vorkommen von echten Zufällen. bzw. von echter Unvorhersagbarkeit von Ereignissen. 

Beim Determinismus herrscht die Auffassung, dass alle - ob vergangene, gegenwärteige oder zukünftige – Ereignisse durch jeweilige im Großen zusammen hängende Vorbedingungen eindeutig festgelegt sind und sich somit nicht hätten anders ereignen können als wie sie es taten oder jeweils tun.

Somit sei, so sagen und meinen die Vertreter dieser Vorstellung, zwangsläufig der freie Wille so etwas wie eine Eigentäuschung oder Illusion und könnte nicht bestehen. Das Gehirn entscheide schon vorher und täusche dem Menschen nur vor, er selbst habe entschieden gem. seinem freien Willen.

Viele Wissenschaftler sind dieser Meinung. Meiner Meinung nach sind deren Beweise für ihre These jedoch dürftig.

(Dies war die vorige Version:)
Zum Beispiel schließt man durch die Wahl eines Knopfdrucks einer Testperson in der Kernspin... darauf, dass ihr Gehirn schon ein paar Sekunden vor ihrer ihr bewussten Entscheidung "wusste" oder vorbereitend entschied, welcher Knopf von der Person Sekunden-versetzt später gedrückt wird. Doch die Patientin habe das Gefühl eines freien Willens zur Entscheidung dabei.

Dabei sehe ich es so:
Der Patientin oder Testperson wurde ja bereits einige Sekunden vorher mitgeteilt, was sie gleich per freier Auswahl von mehreren Möglichkeiten tun würde, dass sie gleich, wenn sie in die Kernspin geschoben wird, auf einen farblichen Knopf ihrer Wahl drücken solle, zu einem Zeitpunkt, den sie frei bestimmt.

Dabei visualisiert sie bereits zum Zeitpunkt dieser Aufforderung (also ein paar Sekunden im Voraus, bevor sie sich drinnen befindet) die bunten Knöpfe in z. B. rot, gelb und blau, die sich auf dem kleinen Gerät befinden, das man ihr in die Hand gibt, während sie noch nicht rein geschoben wurde.

So ist es für mich klar, dass in dem Moment, wo diese Testperson den Versuch erklärt bekommt und die Aufforderung hört, nachher nach dem Reinschieben auf einen von ihr jeweils mit freiem Willen gewählten beliebigen farbigen Knopf zu drücken, bereits dann schon ihr Gehirn/ihre Intuition/ihr Unterbewusstsein oder teils sogar bewusst sie selbst, damit beginnt, sich für die Farbenwahl(en) zu entscheiden, die sie dann gleich zu drücken vorhabe. 

Denn eine Vorliebe für rot, gelb oder blau mag bereits bestehen.

Dieser Test ist für mich kein Beweis dafür, dass das Gehirn vorher schon entscheidet und wir Menschen lediglich annehmen, wir hätten selbst gem. unseres freien Willens entschieden.

Dann meine zweite Überlegung. Selbst falls jedoch das Gehirn tatsächlich jeweils Sekunden früher schon entscheidet, als dann, wenn wir den Willen zur Handlung verspüren, dann ist m. E. das Gehirn und der Mensch dennoch eins. Dass das Gehirn früher entscheidet, als das Gefühl der Entscheidung wahr genommen wird, schließt doch nicht aus, dass eine Entscheidung dennoch gem. dem freien eigenen Willen dieser Person geschieht.

Lediglich bereitet das Gehirn in wie es doch heißt: Millionen oder Milliarden Hirn-beteiligter Schrittfolgen, den Willen zum Fühlbarmachen vor.
Was ist dabei so ungewöhnlich, wenn gem. dem freien eigenen Willen eines Unternehmers in Deutschland - 20 Jahre zurück gerechnet -, dieser eine Telefonnummer wählt, deren Teilnehmer in den USA wohnt, und es dort halt ein paar Sekunden später klingelt?

Oder wir kennen alle die Übertragungszeit bei Journalisten im Ausland, wenn sie übers Fernsehen interviewt werden.
Da ist der Wille zur Fragestellung der Nachrichtensprecher jetzt, doch die Fragen kommen erst ein paar Sekunden später an.

Die Technik braucht halt länger zur Übermittlung. Und so sind wir eins mit unserem Gehirn, doch dieses braucht etwas länger, um unseren eigenen Willen uns fühlbar zu machen.

Es geschieht lediglich versetzt. Doch wir selbst sind eins mit unserem Gehirn.

Doch diese lieben Wissenschaftler behaupten, dass es in Wirklichkeit keinen freien Willen gebe, dass dieser uns nur von unserem Gehirn vorgetäuscht werden würde. Auch das Fühlbarmachen selbst benötigt zwischen Gehirnvorbereitung und dem Wahrnehmen ihre Zeiteinheiten.

So ein oberflächliches Denken von
einigen Wissenschaftlern, ist für mich nicht zu fassen.

Doch es gibt auch andere Wissenschaftler, die den freien Willen postulieren und somit sich für den Indeterminismus aussprechen.



Ich hingegen habe eine alternative Theorie entwickelt, die ich Ihnen hier kurz umrissen vorstellen werde:

Sowohl als auch ist meine Devise.
Ob jene Theorie auch von anderen weiteren Personen vertreten wird, weiß ich derzeit nicht (Stand 28.10.2012).

die aktuelle Version
Fortsetzung von damals aktuell am 16.10.2015 hier eingefügt:

Hier kommen Sie zum entsprechenden E-Book, derzeit kostenlos und unverbindlich.

... Natürlich und was sonst? bereitet das Gehirn jeweils alles, was ein Mensch tut, denkt oder äußert, so auch eine umzusetzende Willensentscheidung vor. Das weiß man, glaube ich, aber schon allgemein. Dennoch greift es jeweils dabei auf individuell zuvor angelegte Muster zurück, die, ich betone: individuell, also gemäß eigenen stetig ablaufenden vormals getroffenen Entscheidungen, jedoch einem Feld gleich, das jeweils abwechselnd sowohl indeterministisch als auch deterministisch aktuell hochrechnend neu moderiert wird. Und zwar einerseits auf bereits angelegte Muster zurückgreifend, also deterministisch, die jedoch zuvor jeweils indeterministisch aus den jeweiligen Erfahrungen des alltäglichen Lebens heraus neu moderiert werden, um hiernach übergangsmäßig deterministisch zu agieren, bis zum jeweils nächsten situationsbedingt-anstehenden indeterministischen Agieren usw. Bedenkt man, wie viel Einheiten in einem Gehirn am Arbeiten sind - nur mal als Beispiel 100 Milliarden Neuronen und deutlich mehr Gliazellen - dann ist wohl klar, dass es zwischen Gehirn-Vorbereitung und Handlung einer kleinen Übersetzungszeit bedarf (ein Beispiel für benötigte Zeiteinheiten in der Gehirnleistung: Der Calciumeinstrom ähnlich einer La-Ola-Welle braucht ca. 12 Sekunden, um sich im gesamten umliegenden Gliafeld auszubreiten). Bei Benjamin Libet seiner "so sensationeller Entdeckung" braucht es (siehe das Video "Der freie Wille als Märchen des Gehirns") nur viel weniger als 1 Sekunde zwischen Vorarbeit des Gehirns und der Handlung. Zudem finde ich sein Finger-Hand-Bewegungs-Experiment schwach. Dort geht es ja darum, wahlweise mal einen Finger oder die ganze Hand zu bewegen. Ich fass es nicht, wie man als Wissenschaftler zu so einer Schlussfolgerung kommen kann, dass es eine wissenschaftliche Überraschung sei, dass die bewusste Entscheidung und, was man im Gehirn zuvor beobachtet, nicht synchron abläuft. Allein schon das kurze Darüber-nachdenken dieser Probantin, wie sie sich entscheiden will, braucht seine Millisekunden, erst danach bewegt sie die Finger bzw. die Hand und ist sich mitunter gefühlt sicher, dieser Zeitpunkt sei synchron mit ihrer bewussten Entscheidung zu ihrem Willen. Dass der wissenschaftliche Beobachter dann zeitlich zuerst die Entscheidung im Gehirn beobachten kann und erst kurz danach die Finger oder die Hand sich bewegen sieht, ist das nicht logisch? Jeder kennt aus den Nachrichten, dass z. B. die Ansagerin Auslandskorrespondenten telefonisch befragt, und diese nur zeitversetzt zu antworten in der Lage sind, technisch bedingt. So auch hier. Dennoch erfolgt jedes Wort und die Art wie sie antworten, ihrer eigenen Individualität inklusive eigenem moderierbarem Willens-Muster, wie oben von mir erklärt mit versetzt oder abwechselnd ablaufend also sowohl deterministischem als auch indeterministischem Charakter.


Ende der Historie-Arbeit auf dieser Seite.


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